SCHWARZ-GELB GEFÄHRDET DEN UMSTIEG AUF ERNEUERBARE ENERGIEN

Veröffentlicht am 31.05.2012 in Bundespolitik

ENERGIEWENDE ENDLICH IN ANGRIFF NEHMEN

Merkels Bundesregierung hat die Energiewende, die sie vor einem Jahr groß angekündigt hatte, total verschlafen. Statt gezielt von dem Einsatz der Atomenergie auf erneuerbare Energien umzusteuern, hat es bislang in erster Linie Kompetenzstreitigkeiten zwischen den beteiligten Ministerien gegeben. Die Bundeskanzlerin hat erste Konsequenzen gezogen und den hauptverantwortlichen Umweltminister Norbert Röttgen entlassen. Ein Armutszeugnis für die schwarz-gelbe Energiepolitik.

Dabei ist die Energiewende das vielleicht anspruchsvollste wirtschaftliche und umweltpolitische Projekt Deutschlands in diesem Jahrzehnt. Gelingt sie, ergeben sich enorme wirtschaftliche Chancen, die Deutschland zu einer weltweiten Spitzenstellung als Standort für modernste Energietechnologien verhelfen können. Wird die Energiewende allerdings schlecht gemacht oder gar ganz in den Sand gesetzt, kann dies auch gravierende Folgen für Wirtschaft, Verbraucherinnen und Verbraucher in Form von hohen Energiepreisen und einer unsicheren Energieversorgung haben.

Ein Masterplan für die Energiewende

Deshalb muss die Kanzlerin jetzt handeln und alle Beteiligten von Stromversorgern bis zu den Bundesländern an einen Tisch bringen. Deutschland braucht endlich einen Masterplan für die Energiewende. Die SPD fordert:

  • Die Netze für Strom aus erneuerbaren Energien müssen schnell geplant und zügig ausgebaut werden. Dies kann am besten mit Hilfe einer Bundes-Netz AG geschehen, an der der Bund – neben den derzeitigen Netzbetreibern, Stadtwerken und anderen Unternehmen – mindestens ein Viertel der Anteile besitzt.
  • Darüber hinaus brauchen wir geeignete „Energiespeicher“ und bei Bedarf neue hocheffiziente konventionelle Kraftwerke, um die Energiewende abzusichern.
  • Die Förderung der erneuerbaren Energien muss verlässlich gestaltet werden. Die Mittel für Energieeinsparung – zum Beispiel durch KfW-Kredite bei der Gebäude -sanierung – müssen erhalten und ausgebaut werden.
  • Die Energiewende ist ein Gemeinschaftswerk von Bund, Ländern, Kommunen, Wirtschaft, Verbraucherinnen und Verbrauchern. Sie kann am besten durch ein Bundesenergieministerium umgesetzt werden, in dem alle Kompetenzen gebündelt werden.

Mit erneuerbaren Energien für eine intakte Umwelt und starke Wirtschaft. SPD

Mehr Infos: SPD-Parteivorstand, Telefon: (030) 2 59 91-500, Internet: www.spd.de

 
 

Mitmachen, jetzt Farbe bekennen!

Newsticker

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Wir gehören dazu:

www.websozis.de

Der Server für Sozis:

www.soziserver.de