„Bürgerliche“ gegen Bürgerinteressen

Veröffentlicht am 12.10.2009 in Kommunalpolitik

Weiter rasen bleibt erlaubt!

Allendorf (Eder) Sogenannte „bürgerliche“ Parteien und Wählergemeinschaften geben immer vor, im Interesse der Bürger zu handeln. Dass das nur ein Feigenblatt ist, zeigt die jüngste Entscheidung in der Gemeindevertretung Allendorf (Eder).

Die SPD-Fraktion hatte beantragt, in der Schulstraße Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsbeschränkung einzuleiten. Sie hatte Beschwerden der Anlieger zum Anlass genommen, diesen Antrag in die Gemeindevertretung einzubringen. Die Schulstraße war früher eine Bundesstraße. Sie ist breit und gerade und lädt geradezu zum Rasen ein. Deshalb hatten wir vorgeschlagen, mehrere Reihen sogenannter „Kölner Teller“ anzubringen. Damit wäre preiswert und schnell ein Beitrag zur Verkehrssicherheit erbracht worden. Aber berechtigte Interessen der Anlieger scheinen CDU, BLO und BLA nicht zu interessieren. Welchen Stellenwert die Konservativen der Verkehrssicherheit beimessen, machen die folgenden Äußerungen dem geneigten Leser mehr als deutlich:
  • Hartmut Schneider (CDU): „Heute könnte der Eindruck entstehen, dass wir ein Verkehrsberuhigungsparlament sind".
  • Roswitha Stark (CDU): „Wir können Allendorf nicht verkehrsfrei machen. Die Straßen sind auch für die Autos da".
  • Günter Willstumpf (BLA): "Keine weiteren Teller oder Schweller, schon heute staut sich der Verkehr vor diesen Hindernissen“.
Der Antrag der SPD wurde mehrheitlich abgelehnt, es kann also ungehindert weiter gerast werden.
 
 

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