
Lernen wir aus der Geschichte? Mit „wir“ meine ich Europa. Oder wiederholen wir die Fehler der Vergangenheit? Ach was, Fehler! Verbrechen, würde ich sagen. Alle Versuche, den wieder erwachten, aus Fremdenfeindlichkeit genährten Nationalismus in Europa zu erklären, verharmlosen das Böse. Denn das Böse wabert nicht nebulös wie schlechtes Wetter vom Himmel. Es steckt in Hirn und Herz desjenigen, der nur leben kann, wenn es die Anderen nicht mehr gibt.
Zugegeben: Weil ich mich ohnmächtig fühle, dem Menschenhass etwas Wirksames entgegenzusetzen, wünsche ich die Kriegstreiber und Terroristen weit weg. Ja, ich denke sogar, dass die Welt diese Menschen nicht braucht. Ich sehne mich danach, dass sie besiegt, sprich, beseitigt werden. So verführt mich mein Wunsch nach Weltfrieden zu demselben Bösen, über das ich klage.


