Tempo-30-Zonen: SPD lässt nicht locker

Veröffentlicht am 03.03.2005 in Presse

ALLENDORF (EDER) In der Frage der Einrichtung von Zonen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde lässt die SPD in Allendorf (Eder) nicht locker. Wie bereits berichtet, war der Antrag der SPD-Fraktion im Allendorfer Gemeindeparlament auf Einrichtung von Tempo-30-Zonen im Gemeindegebiet von den Mehrheitsfraktionen von CDU und BLO mangels Zuständigkeit von der Tagesordnung der Gemeindevertretung genommen worden. Begründung: Zuständig sei der Bürgermeister als Ordnungsbehörde.

Allerdings sagte Bürgermeister Claus Junghenn der SPD-Fraktion auf Anfrage zu, sich mit Vorschlägen der Ortsbeiräte zu Tempo-30-Zonen in ihren Ortsteilen zu beschäftigen: Deshalb schrieb dieser Tage Fraktionsvorsitzender Norbert Schäfer die Ortsvorsteher an und bat die Ortsbeiräte, sie sollten sich auf einer der nächsten Ortsbeiratssitzungen mit dem Thema beschäftigen und Bürgermeister Claus Junghenn gezielt Vorschläge unterbreiten.

Der Ortsbeirat in Osterfeld hat sich zwischenzeitlich bereits mit dem Thema beschäftigt und dem Bürgermeister erste Vorschläge unterbreitet. Der Ortsbeirat von Battenfeld wird sich auf seiner nächsten Sitzung am 3.März hiermit beschäftigen. SPD-Fraktionsmitglied Joachim Born erläuterte zu dem Ansinnen der Genossen, dass es in vielen Straßen im Gemeindegebiet Sinn machen würde, Tempo-30-Zonen einzurichten. Anbieten würden sich hier Straßen bei Spielplätzen, bei Kindergärten, auf Schulwegen, an unübersichtlichen Stellen und in reinen Wohngebieten mit nur Anliegerverkehr.

Hierzu ergänzte SPD-Fraktionsmitglied Jürgen Battenfeld gegenüber der HNA, dass viele Bürger der Gemeinde Allendorf hierzu gezielt Vorschläge an die Ortsbeiräte machen könnten. Die betroffenen Bürger könnten am Besten beurteilen, wo in ihren Straßen der Verkehr beruhigt werden müsse, um Gefahrenpunkte zu beseitigen.

"Die SPD-Fraktion hofft, dass sich viele Bürger an der Diskussion über die Einführung von Tempo-30-Zonen beteiligen, um so die Wohnqualität und die Verkehrssicherheit in der Gemeinde Allendorf (Eder) zu erhöhen", unterstrich Norbert Schäfer.

Zur Einrichtung von Tempo-30-Zonen fragte unsere Zeitung bei Bürgermeister Claus Junghenn nach. Der Verwaltungschef gab zu bedenken, eventuelle Tempo-30-Zonen müssten sich nach ihrer baulichen Beschaffenheit eindeutig abgrenzen lassen. Es müssten Gebiete sein, in denen ohnehin kaum eine höhere Geschwindigkeit als 30 Km/h gefahren werden könne. Die Schilder sollten dies bekräftigen und daran erinnern.
Es sei nicht damit getan, jetzt in allen möglichen Straßen kurze Stücke auf diese Art auszuweisen. Im Übrigen sei zu den Tempo-30-Zonen einiges schon in der Straßenverkehrsordnung geregelt, betonte Junghenn. (ED)

 
 

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