Regieren geht anders

Veröffentlicht am 10.11.2012 in Bundespolitik

Die Koalition löst keine Probleme - sie schafft neue

Zehn Monate vor der Bundestagswahl wollen CDU, CSU und FDP zeigen: Wir sind noch handlungsfähig. Das ist unfreiwillig komisch. Denn die jüngsten Koalitions-Beschlüsse belegen, dass sich die Bundesregierung konsequent den wichtigen politischen Fragen verweigert. Ihr letztes Aufgebot sind Wahlgeschenke für CSU und FDP und die „Kost’-Nix-Rente“ von Ursula von der Leyen. Manches bringt nichts, anderes schadet sogar:

  • Die gestrichene Praxisgebühr für FDP-Chef Philipp Rösler, der die Ärzteschaft erinnern will, wer für sie da ist. Zum Glück ist das auch gut für die Patienten.
  • Arbeitsministerin Ursula von der Leyen bekommt die „Lebensleistungsrente“. Die kostet nicht viel, weil sie kaum jemand bekommt. Und weil sie winzig ist. Aber sie klingt gut.
  • Viel kosten wird hingegen Seehofers Betreuungsgeld: Jährlich über eine Milliarde Euro. Gleichzeitig sinken die Bildungschancen. Oben drauf bekommt die CSU noch eine Dreiviertelmilliarde für Verkehrsprojekte, die wohl überwiegend in Bayern umgesetzt werden.

Für die Wahlgeschenke in eigener Sache wird Merkel einige Milliarden Euro zusätzlich aus­geben. Trotzdem will sie ANGEBLICH ab 2014 keine neue Schulden machen. Aber nur, wenn die Wirtschaft nicht einbricht. Und wenn die Euro-Rettung nichts mehr kostet. Mit beidem muss jedoch gerechnet werden. Und der Finanzminister glaubt ohnehin nicht an das Ziel.

CDU, CSU und FDP lösen keine Probleme – sie schaffen neue. Ihnen fehlen Kraft und Ideen. Sie können es einfach nicht!

Politik muss sich den wirklichen Aufgaben stellen:

  • Gute Arbeit: Mindestlohn, die Begrenzung von Zeit- und Leiharbeit, gleiche Bezahlung, gute Tariflöhne.
  • Konjunktur: Starker Mittelstand durch Forschungsförderung, Beschäftigung sichern durch Kurzarbeiter-Regelungen.
  • Gesellschaft zusammenhalten: Mehr Geld für Bildung und Kinderbetreuung, Reiche müssen mehr zum Gemeinwohl beitragen.
  • Finanzmärkte regulieren: Spekulantensteuer einführen. Und die Geschäfts- von den Investmentbanken trennen.

Wir wollen Probleme lösen – SPD


Mehr Infos: SPD-Parteivorstand, Telefon: (030) 2 59 91-500, Internet: www.spd.de

 
 

Mitmachen, jetzt Farbe bekennen!

Newsticker

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Wir gehören dazu:

www.websozis.de

Der Server für Sozis:

www.soziserver.de