Einstimmiger Beschluss für einen Bürgerentscheid

Veröffentlicht am 07.11.2019 in Kommunalpolitik

Christopher Ostrowski

Gemeindevertretung macht den Weg frei für eine Fusion der Gemeinden Allendorf (Eder) und Bromskirchen

Am 4. November 2019 hat die Gemeindevertretung den Beschluss gefasst, die Bürgerinnen und Bürger über einen Zusammenschluss der beiden Gemeinden Allendorf (Eder) und Bromskirchen abstimmen zu lassen. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Christopher Ostrowski, sagte dazu in der Sitzung:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

die SPD-Fraktion hat sich in den letzten Wochen mit dem vorliegenden Tagesordnungspunkt ausführlich beschäftigt. Dabei haben wir intensiv Vor- und Nachteile einer Fusion der Gemeinden Allendorf und Bromskirchen diskutiert.

 

Grundlage hierfür war die Machbarkeitsstudie zur vertieften interkommunalen Zusammenarbeit, die beiden Gemeinden in Auftrag gegeben haben. Diese verdeutlicht ausdrücklich, dass weder die Bürger aus Allendorf noch aus Bromskirchen benachteiligt werden. Natürlich gibt es Themen wie doppelt auftretende Straßennamen oder die Angst als Ortsteil der erweiterten Gemeinde an Stellenwert zu verlieren. Aber an dem heutigen Abend wird noch nichts in Stein gemeißelt.

 

Am heutigen Abend ist lediglich Mut und Vertrauen verlangt unseren Bürgern die Möglichkeit zu geben über eine Fusion abzustimmen. Als fortschrittliche Gemeinde müssen wir nicht den Status Quo akzeptieren und hoffen, dass alles bleibt so wie es ist. (weiterhin Kirchturmdenken voranzutreiben) Wir sollten gerade jetzt die Chance nutzen. Denn der Prozess der Zusammenführung wird vom Land Hessen organisatorisch und finanziell gefördert. Eine Entschuldung beider Gemeinden ist von Vorteil, wenn sich die wirtschaftliche Lage ändert. Zusätzlich besteht ein Einsparpotenzial von jährlich 479 Tausend Euro, dieses Geld könnten wir unseren Bürgern direkt wiedergeben, in dem wir Straßen und öffentliche Einrichtung fördern.

 

Nun stellt sich dabei die Frage, ob eine Fusion möglich und sinnvoll ist und dies beantworten wir mit einem klarem „Ja“. Die Verwaltungsgemeinschaft und gemeinsame Sitzungen zeigen es, dass wir das Zeitalter des Kirchturmdenkens hinter uns bringen können, dass Zusammenarbeit möglich und sinnvoll ist. Wir Gemeindevertreter sollten uns trauen unsere Mitbürger zu fragen: Ob wir aus zwei Gemeinden eine Gemeinde machen. Warum sollten wir dagegen stimmen? Trauen wir unseren Bürgern nicht zu über eine Fusion abzustimmen oder überwiegen die Nachteile und der damit verbundene Aufwand einer Fusion?

 

Aus Sicht der SPD überwiegen die Vorteile, denn jetzt haben wir das Ruder in der Hand. Wir können die Bestimmungen und die Gestaltung selbst festlegen. Anders würde es aussehen, wenn das Land Hessen auf uns zukommt und eine Zwangsfusion beider Gemeinden fordert.

 

Die Machbarkeitsstudie zeigt eindeutig, dass beide Gemeinden, dass der Bürger, egal in welchem Ortsteil er wohnt, von einer Fusion profitiert. Sei es durch eine starke Gemeinde im oberen Edertal, die dadurch im Kreis eine stärkere Position und Bedeutung erhält oder aber auch durch Entschuldung und Einsparpotentiale, die Investitionen ermöglichen.

 

Denn Bromskirchen und Allendorf verbindet mehr als nur eine Bundesstraße. Es sind die Menschen, die in beiden Gemeinden einkaufen, täglich zur Arbeit gehen oder mit Kind und Kegel entlang des Linspher Radweg eine Fahrradtour machen.

 

Aus diesem Grund stimmt die SPD der Absichtserklärung zur Einleitung eines Vertreterbegehren zu und macht damit den Weg frei, dass Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Allendorf über eine Fusion abstimmen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

 
 

Mitmachen, jetzt Farbe bekennen!

Newsticker

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Wir gehören dazu:

www.websozis.de

Der Server für Sozis:

www.soziserver.de