Landesparteitag in Marburg

Veröffentlicht am 07.05.2022 in Landespolitik

Im Bild die Delegierten aus Waldeck-Frankenberg um Cord Wilke (4. v. l.) und Dr. Daniela Sommer (6. v.l) zusammen mir der Landesvorsitzenden Nancy Faeser (5. v. l).

„Hessen gerechter und sozialer machen!“

Am Samstag, den 7. Mai, fand in Marburg der Landesparteitag der SPD-Hessen im Georg-Gassmann-Stadion statt. Auch die SPD Waldeck-Frankenberg war mit einer Delegation vertreten.

 

Die Delegierten des Landesparteitages der SPD Hessen haben mit großer Mehrheit die Landesvorsitzende Nancy Faeser wiedergewählt. Faeser, die seit November 2019 an der Spitze der hessischen SPD steht, erhielt 94,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Ebenfalls wiedergewählt wurden Generalsekretär Christoph Degen (75,6 Prozent), Schatzmeisterin Katrin Hechler (89,7 Prozent) sowie die beiden stellvertretenden Landesvorsitzenden Timon Gremmels, MdB, (88,7 Prozent) und Kaweh Mansoori, MdB, (78,6 Prozent). Als weitere stellvertretende Vorsitzende der hessischen SPD wurde die Bürgermeisterin von Baunatal, Manuela Strube, (93,7 Prozent) gewählt.

 

Die Landesvorsitzende Nancy Faeser schwor ihre Partei in einer kämpferischen Rede auf den Wahlkampf zur Landtagswahl 2023 ein und kritisierte die amtierende Landesregierung von CDU und Grünen scharf. Die schwarzgrüne Regierungskoalition habe auf allen entscheidenden Politikfeldern nicht geliefert, was die Menschen in Hessen erwarteten. Statt eine gute Zukunft für das Land zu gestalten, verwalteten CDU und Grüne des Status Quo auf dem Niveau des kleinsten gemeinsamen Nenners, so Faeser. Sie sagte: „Schwarzgrün ist das Projekt einer Vergangenheit, die es nicht mehr gibt, und ein Politikmodell ohne Zukunft.“

 

Der Umgang der amtierenden Landesregierung mit den vielen eigenen Fehlern, die zu einer beinahe unüberschaubaren Kette von Affären und Skandalen geführt habe, werfe kein gutes Licht auf CDU und Grüne in Hessen. „23 Jahre CDU-Regierung zeigen ihre Spuren. Es fehlt an Ideen. Es fehlt am Willen zur Modernisierung. Und es fehlt ganz offen gesagt am notwendigen politischen Anstand“, so Nancy Faeser.

 

Ihr Ziel als Landesvorsitzende sei es, „Hessen wieder rot zu machen“, so die Landesvorsitzende. Die SPD habe alle Chancen, den Regierungswechsel im Land herbeizuführen, sagte Faeser, wenn die Partei geschlossen und solidarisch handele. Das Programm zur Landtagswahl 2023 werde eine klare politische Alternative zum schwarzgrünen Stillstand aufzeigen, den vor allem die veränderungs- und lernresistente CDU zu verantworten habe. „Lasst uns mit Mut, Zuversicht und Entschlossenheit drum kämpfen, wieder zur stärksten Partei in Hessen zu werden“, rief Faeser den Delegierten zu.

 

Neben den Wahlen befassten sich die Delegierten des Parteitages mit vielen Anträgen, u. a. auch Leitanträgen zur medizinischen Versorgung in der Fläche und zur Transformation der Arbeitswelt.

Dr. Daniela Sommer, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und UB-Vorsitzende der SPD-Waldeck-Frankenberg sagte: „Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen ein stabiles und flächendeckendes Gesundheitssystem. Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig ein gut funktionierendes Gesundheitssystem ist. Insbesondere muss die Versorgung im ländlichen Raum gesichert werden, denn jeder soll, egal, wo sich sein Lebensmittelpunkt befindet, rundum gut versorgt werden und einen guten Zugang zur medizinischen und pflegerischen Versorgung erhalten. Dafür setzen wir uns ein!“

 

Cord Wilke, Co-Vorsitzender der SPD-Waldeck-Frankenberg, ergänzte: „Die SPD ist nach wie vor die Arbeiterpartei. Wir wollen „Gute Arbeit“ auch im Rahmen des Transformationsprozesses fördern und gestalten. Wir wollen gemeinsam mit Arbeitgebern und Beschäftigten sowie Unternehmen und Gewerkschaften die Herausforderungen gemeinsam angehen und bewältigen!“

 

Sommer und Wilke sagten abschließend: „Wir, als SPD Waldeck-Frankenberg, wollen gemeinsam in der hessischen SPD, den Stillstand, der in unserem Land herrscht, mit einer gestaltenden Politik beenden, die sich an den Bedürfnissen der Mehrheit der Hessinnen und Hessen orientiert – solidarisch und gerecht, der Zukunft zugewandt und dem Schutz unserer Lebensgrundlagen verpflichtet. In diesem Sinne werden wir ein überzeugendes Regierungsprogramm für die Zeit nach der Landtagswahl 2023 erarbeiten und Hessen erneuern. Wir werden immer das Gemeinwohl über die Einzelinteressen stellen und alles dafür tun, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, die soziale Spaltung unseres Gemeinwesens zu stoppen, die Zukunftsaufgaben angehen und Hessen sozialer und gerechter machen!“

 
 

Mitmachen, jetzt Farbe bekennen!

Newsticker

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Wir gehören dazu:

www.websozis.de

Der Server für Sozis:

www.soziserver.de